
Pädakustiker:innen spezialisieren sich auf die Hörprobleme von Kindern. Ein sehr sensibles Thema, welches neben der nötigen Expertise auch viel Fingerspitzengefühl erfordert. Aufklärungsgespräche, erste Tests, Diagnosestellungen, Hörgeräteversorgung, Vernetzung mit anderen Institutionen, Austausch mit Expert:innen und die Betreuung der Kinder gehören zum Standardprozess eines/einer Pädakustiker:in. Aber auch die seelische Unterstützung der Eltern darf nicht unterschätzt werden. Mehr zu dem Thema erzählen wir dir heute gemeinsam mit den Expert:innen von dem Pädakustikunternehmen hören².

Ein Hörverlust bei Kindern kann unterschiedliche Ursachen haben. Manche Kinder werden schon mit einem Hörverlust geboren, bei anderen wird er erst durch externe Faktoren hervorgerufen. Frühgeburten und Syndrom-Krankheiten gehen oftmals mit einer Hörminderung einher, ebenso können aber Medikamente und unbehandelte Mittelohrentzündungen Auslöser sein. Mehr zu den Ursachen von Hörverlust verrät dir hier.

Bei ungefähr 45 % der betroffenen Kinder weiß man nicht, woher der Hörverlust kommt. Die gute Nachricht: “Wird die Hörminderung früh genug erkannt, kann sie in vielen Fällen verhindert oder zumindest behandelt werden”, so die Expert:innen von hören². “Ein erster Schritt dabei ist das Neugeborenen-Hörscreening, welches in Deutschland bei jedem Neugeborenen durchgeführt wird und eine hohe Erfolgsquote beim Aufdecken von Hörverlust bei Säuglingen aufzeigt.” Immerhin sind laut Studien von 1.000 Neugeborenen, zwei bis drei Kinder von einem Hörverlust betroffen. Vor diesen Tests wurden betroffene Kinder erst im Alter von 2-3 Jahren auf einen Hörverlust untersucht, da sie Aussprache- und Situations-Schwierigkeiten aufwiesen.
In Österreich zählt das Neugeborenen-Screening auch immer mehr zum Standardprozedere, wird aber noch nicht flächendeckend praktiziert. Der Hörtest wird dann spätestens bei der sogenannten Basisuntersuchung des Kindes vorgenommen. Auch im Kleinkindalter kann sich ein Hörverlust entwickeln. “Dabei ist wichtig, das Kind immer gut zu beobachten und beim kleinsten Verdacht auf Hörverlust schnell zu handeln”, betonen die Expert:innen. Mehr zu den Ursachen von erblichen oder früh erworbenen Ursachen für Schwerhörigkeit bei Kindern, erfährst du hier.

Nazan Yakar, Pädakustikerin und Hörakustik-Meisterin von hören², sagt dazu: “Wenn die Vermutung da ist, dass ein Kind nicht so reagiert, wie es reagieren sollte, wenn man als Elternteil so ein Bauchgefühl hat, dann lieber zeitig handeln und die Ohren einmal mehr testen lassen.” Kinder selbst wissen oft gar nicht, dass sie an einem Hörverlust leiden und sind daher auch nicht in der Lage, das Problem zu kommunizieren. Ist der Hörverlust angeboren oder das Kind noch zu klein, um zu sprechen, liegt es an den Eltern, die Symptome zu erkennen und schnellstmöglich zu handeln. Eine Hörminderung kann in weiterer Folge nämlich Auswirkungen auf die Gehirnstrukturen, die Sprachentwicklung und somit die gesamte Entwicklung des Kindes haben. Welche das sind, verraten wir dir hier. Je älter das Kind, umso eher erkennt man daher einen Hörverlust (Aussprache, Reaktion, Kommunikation etc.).

Im Idealfall wendest du dich an eine Klinik oder eine:n Pädakustiker:in, vor allem wenn das Kind noch sehr klein ist. “Mit kleinen Kindern wird dann eine Spielaudiometrie durchgeführt. Dabei muss das Kind auf einen Knopf drücken, wenn es einen Ton hört. Auch eine spielerische Audiometrie mit Legos oder Bauklötzen kann zum Einsatz kommen. Süßigkeiten als Belohnung dürfen dabei nie fehlen”, so die Pädakustiker:in. Natürlich kannst du dich fürs Erste auch an eine:n herkömmliche:n Akustiker:in wenden. Diese haben jedoch oftmals nicht die Ausstattung für oder Erfahrungen mit Kindern, um die nötigen Tests durchzuführen. Säuglinge sind besonders fordernde Patient:innen und werden von Akustiker:innen ohnehin an eine Klinik oder Pädakustiker:in, wie hören² überwiesen, da diese auch die Anforderungen der Krankenkassen zur Untersuchung unserer Kleinsten erfüllen. “Immerhin ist Säuglingsversorgung die Königsdisziplin, da diese kein Feedback geben können”, so Nazan. Häufig kooperieren Experti:nnen unterschiedlicher Bereiche, um das Gehör eines Kindes zu retten, erklärt Nazan: “HNO-Mediziner:innen und Akustiker:innen, Pädaudiolog:innen, die in Kliniken zusätzlich spezialisiert sind und Logopäd:innen arbeiten zusammen, um die bestmögliche Versorgung für das Kind zu gewährleisten.”

“In der Pädakustik ist die Betreuung unglaublich wichtig, denn wenn Eltern die Diagnose bekommen, dass ihr Kind schwerhörig ist, ist das ein sehr emotionales Thema. Dann braucht man vor Ort eine:n Akustiker:in, der/die die Eltern etwas auffängt, Aufklärung betreibt und eine gewisse Empathie entgegenbringt. Die Erfahrung kommt dann auch dazu. Viele Akustiker:innen haben 4-5 Kinder pro Jahr, die mehr oder weniger zufällig bei ihnen landen. Dadurch hat man dann auch nicht die Praxis, die man für Kinder braucht. Bei uns sind es mittlerweile über 100 Kinder im Jahr, wodurch wir im Bereich der Pädakustik laufend neue Erfahrungen sammeln dürfen”, so der hören² Hörakustik-Meister Alon Lavi. “Als Pädakustiker:in hat man eine große Verantwortung, da die Synapsenbildung für die Sprachentwicklung von Kindern extrem wichtig ist und wir mit der Behandlung des Hörverlustes somit die Grundlage für die Entwicklung des Kindes legen.” Ebenso unterstützen wir Eltern und Erzieher:innen während dieses Prozesses. Sei es mit technischen Fragen zu den Hörgeräten oder mit Fragen zum Umgang mit den Kindern. Vom ersten Termin und Aufklärungsgespräch bis hin zur Auswahl, Anpassung und fortlaufenden Betreuung steht hören² Patient:innen und Eltern stets zur Seite. Viele Kinder bleiben dem Pädakustiker auch nach dem 18. Geburtstag noch erhalten, da es sich als äußerst schwierig erweisen kann den/die richtige:n Akustiker:in zu finden.
Zum Abschluss möchten wir noch einen der schönsten Momente während dieses Prozesses mit dir teilen. “Kinder, die zum ersten Mal die Stimme ihrer Mutter oder überhaupt einen Ton hören, erwärmen unser Herz mit unglaublichen Reaktionen, wie lachen, kichern oder großen Kulleraugen” erzählen uns die Expert:innen von hören².
Text-Quelle: mit freundlicher Genehmigung von https://everlisten.com, VERFASSERIN: Magdalena Norsesowicz
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